XXXV

ATs UIRGINALIS CRUOR undatimt profluens · in prima eruptione uicinum conspersit murum · atque exin decurrensu riuisv · cilicium p. 506 totum perfudit · Quę conspersio quamuis sępe calce dealbaretur · nullatenus per multos annos potuit aboleri · Quod miraculum quidam excęcatus mercator audiens · uenit in basilicam sancti MAGNI · Hieron., Vita S. Pauli c. 7baculo regente gressum · Qui praemissa oratione · postulauit se deduci ad locum · quo deductus · parum quid radens de sacro sanguine · panno inuolutum domum duxitw · Cumque diuersorium suum ingressus fuisset · ilico orbatis inspargens luminibus · mox de recepto uisu gratulabatur · atque sepulchrum beatę uirginis cum debita ueneratione reuisit · glop. 507rificans deum ·

Aber das jungfräuliche Blut floß in Strömen und bespritzte im ersten Hervorbrechen die nächste Wand; von da lief es herab in Bächen und übergoß das ganze Gewand. Diese Flecken konnten, obwohl [die Wand] oft mit Kalk geweißt wurde, viele Jahre lang auf keine Weise beseitigt werden. Als ein erblindeter Kaufmann von diesem Wunder hörte, kam er zur Kirche des heiligen Magnus, wobei ʻein Stockʼ seine Schritte ʻlenkteʼ. Er brachte seine Bitte vor und verlangte, zu dem Ort geführt zu werden. Als er dorthin geführt worden war, kratzte er etwas von dem heiligen Blut ab und nahm es in ein Tuch gewickelt nach Hause. Als er nun seine Herberge betreten hatte, besprengte er sofort seine blinden Augen; und alsbald freute er sich über sein wiedergewonnenes Augenlicht, kam wieder zum Grab der seligen Jungfrau, erwies die geschuldete Verehrung und pries Gott.

s
Et C.
t
nudatim B C.
u
ita separant codd. et ed. Goldast ; exinde currens Boll.
v
ruͥus B; riuvs ex riuis corr. C.
w
deduxit B C.