XXXIV

CUM HĘC AGERENTUR · iam tum non fama uolabat per cellam de aduentu ungrorum · sed illorum rabies undique eam circumsepserat ·

Waltharius, v. 51Mox ad praedandum cuneus dispergitur omnis ·

cf. Prudentius, Psychomachia 454 ingemitquen auaritia contra eius patentes sinus uacua patere ęraria · Exstruuntur in basilicis pyrę · prorumpentesque in altum flammę · diuina uirtute uix permittuntur obfuscare laquearia · Incenduntur altaria · sanctorumqueo reliquię ignium dominaturę ignibus traduntur · Hup. 503miliantur usque ad terram cf. Horat., Carm. II 3,19in altum exstructę domus · humiles uero aut deiciebantur · aut ignis dominabatur earum · Tali uastatione basilicam sancti MAGNI adeuntes · uoluerunt et illam rogo exstructo concremare · Sed ubi diuina potentia eis resistente · eorum uoluntas caruit effectu · tunc auaricię suae consulentes · cęperunt spe pecunię quęque secretap rimari · sicque rimando ad ultimum ad oratorium uirginis deuenerunt · Quod undique premunitum esse comperientes · autumantes omnem thesaurum eo loci fugatum esse ·p. 504 disiectione tegularum sibi aditum parabant · Cumque introgressi essent · inuenerunt eam cilicio indutam · cf. Ps 50,19spiritum contribulatum deo sacrificantem · Utrum propter hoc quia noluisset secreta patriae denudare facerent · uel quod ęstimarent eam eis aliquid officere in quęrenda pecunia ignoramus · postquam ei omnem amictum preter cilicium detraxerunt · tria uulnera in caput eius librabant · et ita seminecem relinquebant · O detestabile uitium auaricię · cuius potio cum sit sitis · sui amatores omnia exquirere terra et mariq sollicitat · et non solum p. 505 talentorum reconditores · uerum etiam uictu et uestitu contentos plerumque iugulare efficit propter questum · et quod dolendum est · illos quam sępe ab his quorum sanguinem sitiunt exceptos · precibus fidelium indignos expirare · Ergo post peractamr necem · quęque absconsioni idonea diligenter scrutantes · postquam nihil inuenerunt horum quę sperabant · protinus erumpebant foras · magis sceleribus quam gazis onusti ·

Als das geschah, da verbreitete sich nicht mehr nur das Gerücht von der Ankunft der Ungarn über das Kloster, sondern sie selbst umzingelten es von allen Seiten mit ihrem Wüten.

ʻSchon hatte das Heer sich gänzlich zerstreut, um Beute zu machenʼ,

und die Habgier seufzte auf, daß vor ihren offenen Säcken die Schatzkammern leer dalagen. In den Kirchen wurden Scheiterhaufen errichtet, aber den in die Höhe lodernden Flammen wurde durch die Kraft Gottes kaum gestattet, die getäfelten Decken zu verrußen. Altäre wurden angezündet und die Reliquien der Heiligen den Flammen übergeben, aber sie wurden des Feuers Herr. Bis auf die Grundmauern wurden die in die Höhe gebauten Häuser zerstört, die niedrigeren aber wurden abgerissen, oder das Feuer bemächtigte sich ihrer. Als sie unter solchen Verwüstungen zur Kirche des heiligen Magnus kamen, wollten sie auch diese durch einen aufgerichteten Scheiterhaufen einäschern. Aber als sich die göttliche Macht ihnen widersetzte und ihr Wille ohne Erfolg blieb, da gedachten sie ihrer Habgier und begannen, in der Hoffnung auf Geld die entlegensten Winkel zu durchstöbern, und kamen so beim Stöbern schließlich zum Gebetshaus der Jungfrau. Weil sie erkannten, daß es von allen Seiten gesichert war, vermuteten sie, daß der ganze Schatz an diesem Ort in Sicherheit gebracht sei, und verschafften sich durch Abdecken von Ziegeln Zutritt. Als sie eingetreten waren, fanden sie sie bekleidet mit einem härenen Gewand, wie sie ʻihren zerknirschten Geist Gott opferteʼ. Ob sie es nun taten, weil sie die Verstecke ihrer Heimat ihnen nicht aufdecken konnte, oder weil sie glaubten, daß sie ihnen etwas bei der Suche nach Geld versperre, wissen wir nicht: Nachdem sie ihr alle Kleidung außer dem härenen Gewand herabgezogen hatten, schlugen sie ihr drei Wunden in den Kopf und ließen sie so halbtot zurück. — O du abscheuliches Laster der Habgier, dessen Getränk seine Verehrer durstig macht, reizt, alles zu Wasser und zu Land zu durchforschen und dazu bringt, nicht allein die, die Talente verbergen, sondern meistens auch die, die mit Nahrung und Kleidung zufrieden sind, wegen des Gewinns zu ermorden! Und was schmerzlich ist: Wie oft müssen jene, wenn sie von denen, nach deren Blut sie lechzen, gefangen werden, ihr Leben aushauchen als Leute, die der Fürbitten der Gläubigen nicht würdig sind. — Also durchsuchten sie, nachdem sie den Mord vollbracht hatten, sorgfältig alles, was zum Verbergen geeignet war, und nachdem sie nichts fanden von dem, was sie sich erhofften, drangen sie unverzüglich ins Freie, mit Verbrechen statt mit Schätzen beladen.

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sanctorum C.
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