SUPERUENERUNTi etiam parentes beatę Rachilda reclusa
Wiborada (Wiberada, Wiborat)
Rachilda reclusa
Es kamen auch die Eltern der seligen Rachild hinzu und wollten sie an einen sichereren Ort bringen. Diese sprach die heilige Wiborada folgendermaßen an: «Macht euch keine Sorgen um meine Tochter; denn ihre Zeit ist noch nicht gekommen, sondern sie wird noch lange Zeit euch und vielen anderen zum Troste bewahrt bleiben.» Diese zweifelten nicht an ihren Versprechungen; freilich fiel ihnen das Vertrauen leichter, da sie sahen, daß ihre frühere Prophezeiung über ihre Tochter sich erfüllt hatte — ʻdenn die Erfüllung des Vergangenen ist Gewißheit für das, was noch kommtʼ —, und sie kehrten freudig nach Hause zurück und bewunderten nicht wenig die edle Standhaftigkeit der Jungfrau. Wie gut es der seligen Rachild gefiel, daß sie dabehalten wurde, darüber wissen wir keinen Rat, da berichtet wird, sie sei später vor dem Martyrium zurückgeschreckt und habe, um es nicht zu erleiden, die Hilfe der geistigen Mutter erfleht. Und jene soll ihr ein Pergament mit einem Bild der Kreuzigung des Herrn gegeben haben, damit sie es da ausspanne, wo der Eingang zur Kranken für die Magd war, wenn sie zu ihr kam. Und durch diesen Schutz soll sie vor den Feinden bewahrt worden sein.
- i
- Nvper uenerunt C.↩
- k
- tempora suppl. manus saec. XV B; deest C.↩
- l
- completam B C.↩