QUĘDAM IGITUR PREnobilis puella nomine Rachilda reclusa
Roma; Rom
Wiborada (Wiberada, Wiborat)
Wiborada (Wiberada, Wiborat)
Wiborada (Wiberada, Wiborat)
Ein sehr vornehmes Mädchen namens Rachild, das auch durch seine Jungfräulichkeit Gott geweiht war und in seinem Dienst unablässig ausharrte, wurde vom Fieber nicht wenig gequält. Als diese ihre Eltern in der Hoffnung auf Genesung nach Rom bringen wollten, meldete ihr die selige Wiborada, wenn sie die Gesundheit wieder haben wolle, solle sie so schnell wie möglich zu ihr kommen. Fern sei dem Geist derer, die von der Botschaft der Wiborada hören, der Verdacht, sie habe das Mädchen, das sich von der Macht der Apostel Heil erhoffte, in einer Art Gleichstellung der Macht im Heilen von der Reise zurückgehalten. Denn daß ihre Absicht eine vollkommen andere war, machen die folgenden Ereignisse bei genauer Betrachtung klar. Doch jene freute sich über die Botschaft und erfüllte, was ihr aufgetragen war. Nachdem sie sich aber geküßt hatten, sagte die heilige Wiborada: «Gebenedeit sei der Herr, der dich Langersehnte hierher schickte, zu seinem Dienst und zu meinem Trost.» Als sie darauf dort blieb, erhielt sie binnen weniger Tage ihre Gesundheit vollkommen wieder, und alles, was ihre geistige Mutter sie lehrte, schrieb sie nicht nur auf die ʻTafeln ihres Herzensʼ, sondern führte es auch alles sozusagen noch über ihr Vermögen hinaus aus.
- f
- sequentia declarabunt diligenter inspecta C.↩