OPERE PRECIUM ESSE duximus · et hoc paginę commendare · qualiter omnipotens deus has
sanctas uirgines · priusr in ergastulis in quibus se pro eius amore incluserant tumulatas · Magni ecclesia (basilica); St. Mangen
Kebini (Kebeni, Kebenina) fidelis ministra, una
e duabus ancillis
Craloh (Gralo) abba
Gallus
Kebini (Kebeni, Kebenina) fidelis ministra, una
e duabus ancillis
Kebini (Kebeni, Kebenina) fidelis ministra, una
e duabus ancillis
Wir halten es der Mühe wert, auch das dem Pergament anzuvertrauen, wie der allmächtige Gott offenbaren wollte, daß diese heiligen Jungfrauen, die zunächst in den Zellen begraben waren, in denen sie sich um seiner Liebe willen eingeschlossen hatten, in die Kirche des heiligen Magnus eingelassen werden sollten. Eines Nachts nämlich sah die oft genannte Kebini im Traum einen Jüngling, der schön anzusehen war, einen zweirädrigen Karren ziehen, der, wie ihr schien, mit wachsfarbenem Material beladen war. Als sie fragte, wozu er komme oder was er mit dem Material vorhabe, sagte er: «Ich bin geschickt worden, die Gräber dieser heiligen Jungfrauen durch einen Mauerdurchbruch in die Kirche einzulassen.» Einige Tage nach dieser Vision beschloß Craloh, der zu dieser Zeit das Kloster leitete, durch göttliche Eingebung, wie ich glaube, der Vision der Magd Taten folgen zu lassen. Da begann er, hingestreckt an der Gedächtnisstätte der Jungfrauen, durch demütige Gebete ihren Willen und ihre Hilfe anzuflehen, daß der, dessen Wille nötig ist, sich würdige, dem Werk, das auszuführen war, fördernd voranzugehen und es durch seine Unterstützung geleite. Nachdem er dies und ähnliches den jungfräulichen Ohren demütig eingeflößt hatte, erhob er sich, ging zu der Magd, von der ich sprach, und enthüllte ihr seinen geheimen Plan. Als jene das gehört hatte, berichtete sie ihm wiederum den Traum, den sie gesehen hatte. So geschah es, daß dadurch, daß einer dem anderen Vertrauen schenkte, eine doppelte Sicherung den Zweifel am Erfolg des Werkes vertrieb. Sofort wurden Maurer gerufen, und das Werk, das in der göttlichen Vorsehung schon vollendet war, wurde nun menschlichem Eifer zur Ausführung übergeben. Als ʻdas Werk schon in vollem Gange warʼ, geschah es, daß ein großer Mauerbrocken, der von den Handwerkern sorglos gelockert, aber noch sorgloser liegengelassen worden war, einem von ihnen auf den Fuß fiel und ihn schwer verletzte. Er wurde von seinen Genossen in die Unterkunft gebracht und befahl, eine Kerze zu richten und sie am Grab der seligen Wiborada anzuzünden. Als das geschehen war, kam er dank der Verdienste der seligen Martyrin, die dies erwirkten, am folgenden Tag mit den übrigen Maurern gesund und froh rechtzeitig zur begonnenen Arbeit.
- r
- pius B.↩
- s
- per add. Boll.↩
- t
- transactis C.↩
- u
- In A.↩
- v
- deest C.↩
- w
- finito libro sit laus et gloria Christo B; Et sic est finis Vad. 70 et ed. Goldast ; Explicit hystoria sancte wiborade virginis et martiris christi anno domini 1459 in die sancti remigii confessoris et pontificis Sang. 610; - Laus deo. 1508 actum Basil. D.I.18.↩