Sed ut aliquantum ab ordine temporis digrediamure · dum Craloh (Gralo) abba
Uodalricus, Augustae
episcopus
Wiborada (Wiberada, Wiborat)
Eggehardus (Ekkehardus) [I]
Uodalricus, Augustae
episcopus
Eggehardus (Ekkehardus) [I]
Uodalricus, Augustae
episcopus
Epilog: Die Entstehung der Vita
Um noch etwas von der zeitlichen Reihenfolge abzuweichen: Als der ehrwürdige Abt Craloh das Kloster leitete, kam der heilige Bischof Ulrich, der nach einem glücklichen Heimgang nun in Freude bei Christus ist und die, die fromm und treu in verschiedenen Nöten Hilfe erbitten, wunderbar und barmherzig erhört, zum Kloster. Und da er nach seiner Gewohnheit die heiligen Stätten aufsuchte, ging er zum Grab seiner einstigen Erzieherin Wiborada, um zu beten. Nach dem Gebet bemerkte er unter den Umstehenden den ehrwürdigen und wohlgebildeten Mönch dieses Klosters namens Ekkehard und fragte ihn: «Wurde irgend etwas, mein Teuerster, von einem der, wie wir wissen, hochgebildeten Brüder, über das glanzvolle Leben und Leiden der heiligen Jungfrau schriftlich überliefert?» Jener antwortete ihm: «Bisher hat noch niemand von ihnen seine Hand ausgestreckt, ein Werk dieser Art zu beginnen. Darüber tadle ich meine Trägheit, da ich mich als Schuldner weiß, ihr Lob vorzutragen, wenn nur die Kraft meines Wissens der Fülle des Stoffs entspräche.» Als der Bischof dies vernahm, war er begierig, ihr Lob zu hören, und fragte, was es sei, worin er sich als ihr Schuldner erkläre. Er gab zur Antwort: «Ich fiel in eine unleidliche Krankheit, da mich die Podagra plagte und meinen ganzen Körper ergriff, so daß ich unter unerträglich wütenden Schmerzen die Hoffnung auf Wiederherstellung meiner Gesundheit verlor. Ärzte standen mir in der Tat zur Linderung der Krankheit bei, mußten aber bekennen, daß alles Bemühen ihrer Kunst vergeblich sei. Je mehr ich nun an der menschlichen Hilfe verzweifelte, desto eifriger begann ich die göttliche zu erflehen. Während ich unter Gelübden und Bitten den Schutz verschiedener Heiliger erflehte, kamen mir die Verdienste der heiligen Jungfrau ins Gedächtnis, und ich bat, daß das härene Gewand, mit dem sie ihre heiligen Glieder zur Abtötung des Fleisches wundgerieben hatte, zu mir, wenn auch Unwürdigem, gebracht werde. Als dies geschehen war, gelobte ich, daß ich, würde mir durch die Verdienste der heiligen Jungfrau die Erhaltung meines Lebens zugestanden, schriftlich dem Andenken überliefern würde, was ich von ihren lobwürdigen Taten wüßte oder erfahren könnte. Und als nach diesem Versprechen die heilige Kleidung der heiligen Jungfrau einige Male über mich gebreitet wurde, begann ich mich sofort leichter zu fühlen und war nach wenigen Tagen zu voller Gesundheit genesen. Aber durch verschiedene zufällige Hindernisse aufgehalten versäumte ich bisher, das Gelöbnis zu erfüllen». Als der heilige Bischof dies hörte, ermahnte er ihn mit sanftem Tadel, er möge sich nicht als einer, der ein Gelübde bricht, erweisen, sondern das, was er bislang vernachlässigt hatte, schnell in Angriff nehmen und vollenden. Er hörte seine heilsamen Mahnungen demütig an und begann ohne Zögern gemäß seinem Vorsatz, von dem, was er von verschiedenen Personen hörte, zu schreiben, und faßte das meiste schreibenderweise zusammen.
- e
- degrediamur A W Boll.↩
- f
- abbas Boll.↩
- g
- deest A S W.↩
- h
- gauderet A.↩
- i
- deest A W Boll.↩
- l
- preferende A.↩
- m
- precuniorum A.↩
- n
- contrahentem A.↩
- o
- diuinum] pars posterior in ras. S.↩
- p
- redactis Boll.↩
- q
- incolumitas Boll.↩
- r
- scire A.↩
- s
- deest A W Boll.↩
- t
- deest A.↩
- u
- aliquoties Boll.↩
- v
- lenius Boll.↩
- w
- [multa] eorum coniec. Boll. De hoc loco et de genetivo partitivo eorum disputavi ZSKG 66, 1972, p. 253 sq. Cf. huius vitae c. XI cum nec vicinorum nec aliquis ex ipsius familia aliter suspicaretur .↩