XXXIV (30)

Et ut plenius ueritas pandatur fidelibus · uerbi gratia interseram ordini lectionis meritis ipsius et hac ope factum miraculum · Quidam turicini pagi mercator oculorum dolore grauiter laborabat · ita ut tanta cecitate obtenebratus incederet · ut uix callem Hieron., Vita S. Pauli c. 7baculo regente teneret · Hic audiens famam uirginis egregie pro christi nomine martyrizatę · quia multis infirmantibus ante suum transitum subueniret · deuotus et fide firmatusx aduenit · Cunque ęcclesiam sancti magni orandi gratia intraret · rogat se ad uenerandę uirginis sepulchrum duci · ibique querulas preces domino fundens cum sanctę martyris auxilium flagitasset · surrexity · et quia antea audiuit clausulę eius murum aspergine sancti cruoris infusum · petiit sibi monstrari locum · Hocque facto · aliis discedentibus cultello parum quid sanguinolenti pulueris abradens · et linte136rbolo inuoluens secum retinuit · Deindez gratię domini · et sanctę uirgini se commendans · iter quo uenerat repedauit · et nil moratus cum domum propriam intraret puluerem sanctificatum pene cecatis luminibus iniecit · moxque omni fugato dolore integre se uisum recepisse gauisusa · meritum et martyrium sanctę wiboradę multis antea ignorantibus patefecit · Posteaque quam citius potuit ad monasterium cum oblatione ueniens · gratias deo omnipotenti et sanctę uirgini pro recepta sanitate rependit · et publice illius meritis se saluatum · omnibus manifestauit ·

Ein Wunder

Um den Gläubigen die Wahrheit anschaulicher kundzutun, will ich mit Verlaub in die Folge der Lesung ein Wunder einfügen, das durch ihre Verdienste und in dieser Kraft geschehen ist. Ein Kaufmann aus dem Zürichgau hatte ein schweres Augenleiden. Sein Augenlicht war so verdunkelt, daß er sich beim Gehen ʻkaum mit Hilfe des Stocksʼ auf der Straße halten konnte. Als dieser von der auserwählten Jungfrau hörte, die für den Namen Christi den Martyrertod erlitten und vielen Kranken vor ihrem Tod geholfen hatte, kam er demütig und im Glauben gestärkt herbei. Und als er die Kirche des heiligen Magnus betrat um zu beten, bat er, daß man ihn zum Grab der ehrwürdigen Jungfrau führe. Nachdem er dort sein klagendes Gebet vor dem Herrn ausgeschüttet und die Hilfe der heiligen Martyrin erfleht hatte, stand er auf, und da er zuvor gehört hatte, daß die Mauer ihrer Klause mit heiligem Blut besprengt sei, bat er, daß ihm die Stelle gezeigt werde. Dies geschah, und als die übrigen weggingen, kratzte er mit einem Messerchen ein wenig von dem blutgetränkten Staub ab, wickelte es in ein leinenes Tüchlein und nahm es mit. Hierauf vertraute er sich der Gnade des Herrn und der heiligen Jungfrau an, ging den Weg, auf dem er gekommen war, wieder zurück, und als er unverweilt sein Haus betrat, streute er sich den geheiligten Staub in die beinahe erblindeten Augen. Bald war aller Schmerz verflogen, und voll Freude, seine Sehkraft wieder vollständig erhalten zu haben, tat er vielen, die zuvor nichts davon wußten, Verdienst und Martyrium der heiligen Wiborada kund. Dann eilte er, so schnell er konnte, mit einer Opfergabe zum Kloster, dankte dem allmächtigen Gott und der heiligen Jungfrau für die wiedererhaltene Gesundheit und offenbarte allen öffentlich, daß er durch ihre Verdienste geheilt worden sei.

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